Detailwissen über...

Entscheidungsfähigkeit


"Die Entscheidungsfähigkeit ist die gleichbleibend hohe Bereitschaft und Kompetenz einer Organisation Entscheidungen schnell und sicher zu treffen."

Das mag im ersten Moment banal klingen. Gerade in großen und/oder stark verteilten Organisationen brauchen Entscheidungen oft extrem lange oder werden gar nicht aktiv getroffen (das nennt man dann, sehr treffend, "Aussitzen"). Entscheidungen haben, in diesem Zusammenhang, aber eine unangenehme Eigenschaft: Treffen wir sie nicht oder zu langsam, werden sie für uns getroffen. Das Ergebnis kann auch dann positiv sein. Ob das, jedoch, so ist, hat mehr mit Roulette spielen, als mit aktiver Zukunftsgestaltung zu tun. 

Natürlich kann man hier argumentieren, auch eine aktiv getroffene Entscheidung ist, je komplexer der Sachverhalt ist, in ihrer Wirkung nicht gänzlich vorhersagbar und damit nichts anderes, als ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten. Hier kommt der zweite wesentliche Entscheidungsfaktor - Entscheidungsqualität ins Spiel. Aktiv herbeigeführte Entscheidungen verschieben, je höher ihre Qualität ist, die Wahrscheinlichkeit eines für uns positiven Ergebnisses stark zu unseren Gunsten.

Entscheidungsfähigkeit kann einer Organisation nur bedingt befohlen werden. Erst, wenn alle Organisationsmitglieder neben der notwendigen Kompetenz auch das Wissen und die Überzeugung haben, bei einer aktiv herbei geführten Entscheidung ein signifikant besseres Ergebnis zu erzielen als bei einer reaktiven Haltung, ist eine Organisation, ein Unternehmen wirklich entscheidungsfähig.